Veni- vidi- vici – oder besser er kam, driftete und siegte

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Die Rede ist von Joe Hountondji, jugendliche 29 und im wahren Leben IT Projektleiter bei der BMW Bank. Die Marke verpflichtet und so ist es auch klar, dass Joe seinen ersten Sieg in der Streetklasse 2010 im Rahmen des Pro Searches mit einem BMW E30 325i an den Start ging. Seine Top Score beförderte ihn zudem schnurstracks in die Super Liga des Driftsports der IDS PRO Klasse.

Aber von vorne. Das Wochenende, das alle Drifter und Fans in der endlos lang erscheinenden Winterpause so heiß ersehnt hatten, war endlich gekommen. Das Fahrerlager stand voll von neuen Driftkarossen und ambitionierten Driftern, die es kaum erwarten konnten, ihre Reifen in der Müllenbachschleife zu schreddern. Die Luft war PS geladen und die Strecke zum dahinschmelzen schön. Nur einem schien man die Anspannung nicht anzumerken – Joe Hountondji. Vielleicht lag es daran, dass der smarte Halbafrikaner bereits in der 2. Bundesliga im Basketball viele Erfolge verzeichnete oder an dem Rückhalt seines Bruders Eli und dem ganz neu gegründeten Driftteam Süddeutschland (www.driftteam-sueddeutschland.de). Jedenfalls war dies sein ganz persönliches Driftwochenende. Bereits im Training der Streetklasse glänzte er mit bravourösen Highspeeddrifts,  um dann den ersten Lauf der Saison ganz klar für sich zu entscheiden. Nichts ahnend von dieser Glanzleistung, ging er auch für die Auswahl der Elite Drifter an den Start. Beim sogenannten PRO SEARCH fuhr er den Meistern ihres Fachs davon und verdiente sich somit seinen Startplatz in der IDS PRO Saison 2010. Tja, die Konkurrenz schläft nicht, das wurde spätestens jedem IDS PRO Fahrer klar, der Joe in einem Zug durch das Schumacher S fliegen sah. Aber Drifter nehmen es sportlich. „Das ist genau das, was ich an dem Sport so liebe, die Gemeinschaft und der Fun sind einfach einzigartig. Wir sind eine riesen Clique und stolz auf unser Driftteam Süddeutschland“, bemerkte Joe.

Nach seinem Sieg konnte ich es mir nicht nehmen lassen, ihn nach seinem Geheimnis zu fragen. Schließlich ist er in Alkersleben 2009 das erste Mal auf der Driftbildfläche erschienen, um nur ein paar Läufe später der PRO Klasse anzugehören. Joe erzählte mir, dass er vor einem Jahr in Heimsheim aufs Driften aufmerksam wurde. Er traf dort seinen Driftkollegen Ingo Hospach. „Ich habe Ingo viel zu verdanken, er war von Anfang an hilfsbereit und stand mit Rat und Tat zur Seite. Durch ihn kamen ich und mein Bruder Eli auch zur IDS“ erklärte Joe. Nach einigen Läufen erhielt er seinen Grundschliff in mehreren Trainingssektionen von Micha Scherr (IDS Pro Fahrer) auf dem Eurospeedway Lausitz im Zuge eines IDS Wertungslaufs. „Ab da ging es rasant aufwärts. Eli und ich haben jedes IDS Training genutzt um weiter zu kommen.“ Wie erfolgreich Joe sein Wissen eingesetzt hat, konnte jeder an dem Wochenende sehen. Mich als IDS Teammitglied macht es einfach nur super stolz und glücklich, neue „Rising Stars“ am Drifthimmel beobachten zu dürfen. Alles Gute für eine erfolgreiche Saison, Joe. Vanessa Combes.

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