IDS Saison so spannend wie nie

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Christian Kögler reiht sich mit Sieg in den Kreis der Favoriten ein. Das war ein Drift-Wochenende wie es die IDS selten gesehen hat. Tags zuvor hatte sich die gesamt Drift-Gemeinde zur traditionellen Drift-Challenge in Hockenheim versammelt. Unter den knapp 70 Startern wurde wieder deutlich, dass in der Driftserie – IDS ein sportlich höheres Niveau gefahren wird. Alle IDS PRO-Fahrer konnten sich auf sehr guten Plätzen positionieren und die Gewinner der DriftChallange (1. Platz Remmo Niezen, NL, IDS Champion 2008, 3. Platz Michael Sahli, CH, IDS Vizemeister 2009-2010 und 4. Platz Yves Faber, LU, IDS Champion 2010) haben in den vergangenen Jahren auch die vordersten Plätze der IDS PRO Championship belegt.

Nichtsdestotrotz war es für die PRO Fahrer eine anstrengende Veranstaltung, so dass man gespannt sein konnte, wie die Fahrer eine weitere, wenn auch nur kleine 1-Tagesveranstaltung am nächsten Tag am Nürburgring verkraften würden.

Noch am selben Abend sind die meisten Fahrer angereist und haben alle Vorbereitungen für den nächsten IDS PRO Lauf am Nürburgring getroffen. Besonders gespannt waren die 24 angereisten Fahrer auf den „Roll-out“ des Gräff’schen Monsters, welches sich in Hockenheim noch nicht so recht austoben konnte und nun auf der Hochgeschwindigkeits-Driftstrecke des Nürburgrings seine wahren Driftkünste demonstrieren sollte.

Der frühe Vogel frisst den Wurm“ und so waren alle angereisten PRO Drifter pünktlich um 8 vor Ort beim Briefing, um anschließend die Driftreifen wieder so langsam auf Temperatur zu bringen.

Dass der Nürburgring nicht nur reifen- sondern auch materialfressend ist, ist allgemein bekannt und so hatte man mit etlichen Ausfällen wegen Motorschäden, Steuerungsproblematiken und sonstigen Problemen zu kämpfen.

Von einem sehr bitteren Totalschaden ließ sich jedoch PRO-Einsteiger Joe Hountondji nicht beirren. Auch wenn nach einer vermeidbaren und daher umso ärgerlichen Kollision mit einem Driftkollegen sein Driftneubau wohl nicht mehr zu retten sein wird, so hat er sich nochmals zusammen gerafft und mit seinem kommen mit seinem Vorjahreswagen, den E30 sehr vorbildlichen Sportgeist gezeigt und gezeigt, dass sich ein Drifter so schnell nicht aus der Spur bringen läßt. Die Antwort folgte prompt: In einer unvergleichlichen Hilfeaktion stehen nun alle Drifter und Organisation Joe bei, um für den Rest der Saison ihm wieder seinen Driftboliden hinstellen zu können. Jeder, der Interesse an einer Beteiligung hat, sollte sich die Kommentare und Hilfevorschläge in Facebook anschauen und sich einreihen.

Auch das Driftmonster machte ab und zu Mucken und wollte nicht so Recht seine volle Leistung entfalten. Aber schließlich gelang es dem Gräff Motorsport Team dann doch noch, zumindest für ein paar schnelle Runden, den Driftboliden mit mehr als 170km/h durch das Schumacher-S durchzujagen.

Auch letztjähriger bester Rookie und Uniroyal Drift-Teamfahrer Patrick Ritzmann musste leider mehr Zeit unter dem Auto als im Auto verbringen und mit kleineren Motorschwierigkeiten mit großer Auswirkung kämpfen.

Das Nissan-Alutec Drift-Team um Harry Müller und Michael Scherr hatte leider einen totalen Motorschaden bereits im Training bei Harry zu verzeichnen, so dass alle Hoffnung auf eine gute Platzierung nun auf Michael lagen.

Diese sollte allerdings nicht enttäuscht werden: Platz 3 für Michael Scherr und somit die besten Platzierung insgesamt in seiner noch jungen Drift-Laufbahn sollte nach anfänglichen Schwierigkeiten am Ende herauskommen.

Geschlagen geben musste er sich gegen Oliver Harsch, der sich durch konstant gute Leistungen empfiehlt und dieses Jahr sicherlich wieder den Titel des besten Deutschen Drifters als Mindestleistung anpeilt.

Oli musste sich zur Überraschung vieler nur gegen Christian Kögler geschlagen geben und belegte somit Platz 2 und sammelte somit wertvolle Punkte, die ihn nun in der Gesamtwertung ganz nach oben auf Platz 3 katapultierte. Nur ein besserer 1. PRO-Lauf von Philip Stegemann verhindert im Moment noch die Platzierung als bester Deutscher Drifter.

Die Überraschung des Tages war ohne Zweifel Christian Kögler mit seinem Driftauto Eigenbau (sein Auto erreicht einen Lenkeinschlag von 55°). In Hockenheim (1. PRO Lauf) verhinderte ein Dreher beim TwinBattle noch eine gute Platzierung, jedoch bereits die zweitbeste Quali-Leistung lies einiges erwarten. Am vergangenen Wochenende konnte er sich sogar als bester qualifizieren und wollte wohl die „Führung“ bis zum Ende nicht mehr abgeben. In der Gesamtwertung belegt Christian nun Patz 4 und hat nun den Anschluss an die Spitze gefunden und gehört somit nun auch in den Kreis der Favoriten.

Sollte sein Auto halten und er noch weitere Wettkampferfahrung sammeln können, so ist mit einer guten Platzierung am Ende des Jahres zu rechnen.

Sehr eindrucksvoll demonstrierte auch Benjamin Boulbes seine Driftfähigkeiten. Der französische Drift-Champion aus 2010 war zum ersten Mal auf der Hochgeschwindigkeits-Driftstrecke am Nürburgring.

Anfangs war er sehr beeindruckt und hatte mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Mit jeder Runde kam er aber immer besser mit der Strecke zurecht, so dass er am Ende sich als 4. qualifizieren konnte. Lediglich eine sehr knappe Entscheidung der Jury zugunsten seines TwinBattle-Gegners Philip Stegemann setze ihn am Ende auf Platz 5 zurück. Somit empfahl sich jedoch Benjamin für die European Drifting Championship Ende September, für die er bereits jetzt schon sein Kommen angekündigt. hat.

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