IDS Drifter Christian Kögler blickt auf eine erfolgreiche Saison zurück

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IDS Drifter Christian Kögler überzeugte in dieser Saison nicht nur durch fahrerisches Können, sondern vor allem durch sein technisches Know-how.  Dabei war seine Driftkarriere alles andere als geplant.

Aufgewachsen in einem kleinen Dorf in Thüringen, beschloss er nach seiner kaufmännischen Ausbildung die große weite Welt zu erkunden und entschied sich 2006 nach Australien zu fliegen.

Somit konnte er die Zeit bis zum Studium überbrücken, doch aus dem geplanten halben Jahr wurden ganze 1 ½ Jahre. Schuld daran war vor allem das Driften, das ihn schon von Anfang an faszinierte.  Es war ein großer Zufall, dass von der Australischen Driftmeisterschaft hörte und beschloss, diese live zu sehen. Seitdem war er entschlossen: Er wollte driften lernen.

Dazu brauchte er aber erst ein driftfähiges Auto. Also kaufte er sich einen alten Nissan R31 und übte damit bei jeder freien Gelegenheit.

Zurück in Deutschland konnte er nicht mehr anders als die Kunst des Querfahrens weiter auszuüben. Mit seinem Nissan S13 nahm er immer wieder an Drifttrainings teil und lernte dort den Veranstalter und ebenfalls IDS Drifter Mathias Burdinski kennen.  Zusammen zeigten sie ihr Können auf diversen Driftshows und Messen.

2010 wollte es Christian wissen, nahm zum ersten Mal an der IDS Pro-Search teil und schaffte es sich zu Qualifizieren. Leider lief die Saison 2010 alles andere als gut für ihn. Aufgrund von technischen Problemen fiel er meistens schon vor dem Qualifying aus. Doch Christian war entschlossen und gab nicht auf: Für 2011 sollte es besser laufen.

Also baute er seinen Nissan komplett neu auf und wollte erneut angreifen. Mit dem 400 PS starken BMW -Motor  und einigen anderen Umbauten, schaffte er es, sich beim ersten Lauf in Hockenheim gleich auf Platz 2 zu qualifizieren. Eine große Besonderheit an seinem Auto  ist die umgebaute Lenkung, die ihm einen Lenkeinschlag von 55 Grad bescherte.

Doch nicht nur in Hockenheim lief alles nach Plan. Beim zweiten IDS-Lauf im Nürburgring driftete Christian allen davon und er machte zum ersten Mal den 1. Platz.

In der Tschechei hatte Christian weniger Glück und streifte mit seinem S13 die Mauer. Doch Aufgeben war nicht drin:  Mit viel Improvisation und einem guten Team flickten sie das Auto und Christian driftete auf den 4. Platz.

Seitdem hielt der Erfolg an: In der Lausitz erneuter Sieg für Christian. Hier hängte er sowohl die IDS-Fahrer, als auch die Tschechischen Drifter ab. Endlich machte sich die Mühe der letzten Monate bezahlt. Leider hatte er beim Lauf am Nürburgring im Rahmen der DTM wieder technische Probleme. Das Getriebe war nicht in Ordnung. Doch Christian machte mit seinem Team das Unmögliche möglich: Die ganze Nacht bauten sie das Getriebe aus und flexten den 3. Gang heraus. Mit nur 4 Gängen war das Auto pünktlich zur Wertung wieder am Start und zur Überraschung Aller machte er den 6. Platz.

Der vorletzte IDS Lauf in Monza, Italien war ebenfalls ein Erfolg. Mit dem 3. Platz sammelte er wertvolle Punkte für das Finale.  Diese Erfolge hatte er nicht nur seinem fahrerischen Können, sondern auch einem guten Team zu verdanken.  Freund und Mechaniker Max Heidrich war bei jedem Rennen dabei und bot technische sowie auch seelische Unterstützung.

Beim Finale war es bis zum Ende sehr spannend. Christian hatte alle Chancen auf den Titel. Leider konnte er sich nicht gegen die anderen Fahrer durchsetzen. Er landete auf dem 6. Platz. Doch durch seinen großen Punktevorsprung erreichte „Mr Lenkeinschlag“ den 2. Platz in der IDS-Gesamtwertung. Auch 2012 wird Christian wieder angreifen und ist fest entschlossen den Titel zu holen.

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