Über 50 begeisterte Drifter bei IDS Premiere im Rahmen des 24h Rennens

0

235.000 Fans, 30° Grad im Schatten, rund 200 Teams und eine der beliebtesten Rennstrecken der Welt das sind nur einige Fakten, die die Herzen von Rennsportbegeisterten höher schlagen lassen. Das 37. ADAC Zurich 24h Rennen bittet zur Rennstrecke und die IDS- International Drift Series war auch mit dabei und bot mit den Fast&Furious Drift-Days eine weitere Attraktion.

Dass sich Drifter nicht nur auf der Rennstrecke wohl fühlen, sondern auch mit technisch anspruchsvollen Terrain auf einem engen Fahrsicherheitszentrum zu recht kommen, konnten am vergangenen Wochenende 28 PRO Fahrer und 25 talentierte Streetfahrer im auto motor sport Fahrsicherheitszentrum Nürburgring unter Beweis stellen. Unter den Augen einer international anerkannten Jury wie Declan Hicks aus der Englischen Drift Serie EDC und Faruk Kugay, Judge der Polnischen Serie, PDF wurde den Fahrern alles abverlangt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte jedoch mit fortlaufendem Trainingsverlauf ein enormer Leistungszuwachs beobachtet werden, so dass alle Fahrer am Ende über die Auswahl dieser Strecke doch recht glücklich waren.

Die IDS freute sich ebenso auch dieses Mal wieder über internationalen Zuwachs. May Helen Dahl, eine 26 jährige Driftamazone aus Norwegen, feierte ihr Debut auf Deutschem Boden und war begeistert von dem Niveau der IDS PRO Fahrer.

Neben den Fahrern waren auch die Massen bei den Adenauer Racing Days begeistert von den heißen Reifen der PRO Fahrer. Eine phantastische Show boten Patrick Ritzmann,  der bekannte Polizeiauto-Fahrer Alex Gräff samt Frau Corinna ebenfalls PRO, die mit ihrem Live Strip gebrandeten BMW, in den Straßen von Adenau für ordentlich Dampf sorgten. Hier gibt es ein Video von den Adenauer Racing Days

Nach erfolgten Qualifying am Freitag reihte sich schon das nächste Highlight an das vollgepackte Veranstaltungswochenende. Die besten Fahrer der IDS waren zu Gast bei der sportauto Drift-Demonstration in der Mühlenbachschleife und zeigten Ihr Können bei maximalen Driftgeschwinidigkeiten im Twin- und TribleBattle. Dies liess einen Vorgeschmack auf die nächsten Rennen in Oschersleben und wieder am Nürburgring zu den Recaro Day, Ende Juni erahnen. Alle Fahrer der IDS haben somit Ihre Empfehlung für die nun folgenden IDS Wertungsläufe mit Erfolg abgeben können.

Als Ausklang genoßen die Fahrer zusammen mit einigen Zuschauern den Kinostreifen „Fast and Furious, Teil 4“ auf einer extra montierten Airscreen-Leinwand mit den überwältigenden Massen 14×6 Metern. Unter freiem Himmel bei sehr angenehmen frühsommerlichen Temperaturen war dies ein gelungener Abschluß für den ersten Wettkampftag.

Der Samstag stand voll und ganz im Zeichen der PRO-Fahrer, die noch vor dem Start des 24h-Rennens ihr TwinBattle-Finale abzuhalten hatten. In sehr spannenden Mann gegen Mann Begegnungen hatte es die Jury sehr schwer, die sehr enge Leistungsdichte der Fahrer zu unterscheiden. So hätte die Reihenfolge der ersten 8 Fahrer willkürlich vertauscht werden können, denn jeder der betreffenden PRO-Drifter hätte an diesem Tag den Sieg verdient.

Durchgesetzt hat sich letztendlich Lars Verbraecken (NL) nach sehr spannenden Duellen gegen Symon Budzynski (Polen) und Michael Sahli (CH), die schließlich die Plätze 2 und 3 belegten. Michael Sahli konnte die Niederlage gegen Lars verkraften, nachdem er sich mit seinem Sieg gegen den Vorjahreschampion Remmo Niezen (NL) den 3. Platz sichern konnte. Remmo trug es nach alter Sportsmannmanier mit Fassung und freute sich ebenfalls über den Sieg seines Falken-Team Kollegen Lars und über die Erfolge seiner jungen Drifter, die nun die Podestplätze belegen durften, die bisher schon fast von Remmo aboniert waren.

Eine weitere Überraschung gab es mit Patrick Ritzmann. Der erst 21 jährige Deutsche konnte in seinem ersten TwinBattle den erfahrenen und mehrfachen IDS-Gewinner Werner Gusenbauer (A) mit seinem übermächtigen CL63 MKB schlagen, nachdem Werner ein kleiner Fehler bei einem Umsetzmanöver unterlaufen war. Somit war das Glück auf der Seite des Rookies, so dass sich dieser am Ende über Platz 5 freuen durfte. Werner war mit seinem neu konzipierten Fahrzeug ebenfalls erstmals bei einem TwinBattle dabei und hatte es durch seine mehr als 600PS extrem schwierig, diese Leistung auf dem engen Kurs des Fahrsicherheitszentrums in Zaum zu halten. Doch durch seine Qualifikation für den TwinBattle konnte er wichtige Punkte für die noch kommenden Rennen auf den schnellen Rennstrecken, die ihm und seinem Auto eher liegen, sammeln.

In der anschließenden Streetklassen konnte man den nicht all zu großen Abstand der Street-Drifter zu den PRO-Fahrern erkennen. Neben ein paar Neueinsteigern waren sehr viele sehr gute Fahrer unter den insgesamt 25 gemeldeten Street-Fahrern, die ohne weiteres bereits jetzt schon das Niveau der PRO-Klassse erreicht haben.

Die drei erstplatzierten Street-Fahrer Patrick Becker (D), Marcial Maier (CH) und Felix Aretz (D) werden sich sicherlich in den nächsten Rennen noch weiter steigern und sich für das nächste Jahr für die PRO-Klasse empfehlen. In Einzeldrifts wurden die Leistungen neben der Jury ebenfalls mit der Driftbox gemessen und ausgewertet, wobei Patrick Becker mit seinem Opel Kadett C Coupe 146,75 Punkt von max. 150 Punkten erreichen konnte. Perfekte Drifts auf einer sehr präzisen Linie bescherten dem jungen Deutschen mit 9 Punkten Vorsprung einen recht klaren Sieg, so dass er nun auch die Meisterschaft mit 6 Punkten von Marcial Maier anführt.

Absolutes Highlight zum Wohle aller Drifter und Driftfans war sicherlich die abschließende Abschlussparty mit der Liveband ZapGang die eigens aus der Rhein-Neckar-Region an den Nürburgring arrangiert wurde. Nach einem gesanglichen Liveauftritt der Organisatoren war der richtige Rahmen für eine ausgelassene Siegerehrung gelegt. Die anschließende Abschlussparty, die bis in den nächsten Morgen hineinragte wird sicherlich in die Annalen des deutschen Driftsports der IDS eingehen und so mancher wird sich mit Freude an eine sehr gelungene Veranstaltung für alle Drifter erinnern.

Die Fast&Furious Drift-Days am Nürburgring waren der Nährboden für die sich nun einstellende Vorfreude auf die nächsten Driftveranstaltungen und alle Beteiligten freuen sich auf eine Wiederholung des Wochenendes im nächsten Jahr.

Share.

About Author

Leave A Reply