Erster Sieg für Alutec/Nissan-Team Drifter Michael Scherr in Sosnová, CZ

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IDS Drifter überzeugen bei erstem erfolgreichen Auslandsevent in der Tschechei. Mit großer Spannung und auch Erwartungen ist die Internationale Drift Serie (IDS) am vergangenen Wochenende nach Sosnová gereist, um zusammen mit der Partnerserie, der Czech Drift Series (CDS), das erste gemeinsame Event durchzuführen. Sowohl die Street- als auch die Pro-Klasse fanden im Autodrom in Sosnová, Česká eine technisch sehr anspruchsvolle und somit sehr attraktive Rennstrecke vor.

Bereits am Freitag begannen jeweils im Stundentakt die Trainings der zwei Klassen und es trennte sich sehr schnell die Spreu vom Weizen. Im speziellen die Mauer in der Eingangskurve verlangte den Fahrern einiges an Lack und Blechschäden ab.

Auch wenn es zukünftig keine Extrapunkte für das Bemalen der Mauer geben wird, so freuen sich die Fahrer doch immer, wenn sie mit ihren Driftboliden die Mauer signieren können.

Insgesamt verlief jedoch der erste Trainingstag ohne weitere Probleme, was der guten Vorbereitung der tschechischen Partnerserie zu verdanken war. Selbst für ein Abendprogramm war gesorgt.

Zwei Rockbands spielten am Abend noch zur Unterhaltung auf und dies animierte auch etliche Fahrer, ihren Teil zur Unterhaltung beizutragen.

Sogar drei Fahrer aus Dänemark (Nils Becker, Peter Jepsen und Martin Poorhamidi) hatten den weiten Weg auf sich genommen, um sich in Sosnová mit den IDS-Driftern und den Tschechen zu messen.

Der Driftsamstag begann mit dem morgendlichen Fahrerbriefing. Dazu erläuterten die drei Judges Andy Jaenen, der extra aus Belgien anreiste, Peter Basti und David Kalaš (beide von der CDS) die geforderten Kriterien und gaben Tipps für das anstehende Qualifying. Diese sollten ebenfalls sehr anspruchsvoll sein. Je näher die Fahrlinie an die Begrenzungswand gesetzt werden konnte, umso mehr Punkte sollten erreicht werden können. Den seelischen und optischen Beistand lieferten die drei tschechischen Grid Girls, die vor allem die IDS-Fahrer zu Höchstleistungen antrieben.

So konnte die IDS bereits im Qualifying sowohl in der Street- als auch in der Pro-Klasse die vordersten Plätze belegen. Platz 1 erreichte Streetfahrer Markus Müller (IDS), vor seinem IDS-Kollegen Dimitri Lust. Bester tschechischer Street-Fahrer war  Stanislav Rydlo auf Platz 3.

Für die IDS Fahrer sollte das Qualifikationsergebnis gleichzeitig auch das IDS-Gesamtergebnis für den dritten Street-Lauf in Sosnová sein. Nichtsdestotrotz waren alle IDS Fahrer erstmals zu einem Street TwinBattle mit den tschechischen Kollegen eingeladen.

Das Pro Qualifying entschied zu seiner eigenen Überraschung Alutec/Nissan-Teamfahrer Michael Scherr. Im Training noch mit erheblichen Fehlzündungen zu kämpfen, fand er jedoch noch rechtzeitig die richtige Abstimmung für die schwierigen Bedingungen und konnte im letzten Lauf eine perfekte Runde mit 96 von max. 100 Punkten hinlegen.

Dicht gefolgt mit gerade mal zwei Punkten Abstand belegte Jakub Zapoušek (CDS)  den zweiten Platz. Auf Platz drei konnte sich Patrick Ritzmann (IDS) positionieren (91 Punkte), der darüber besonders glücklich war, da er an diesem Wochenende ebenso mit sehr viel technischen Problemen zu kämpfen und somit wieder viel zu schrauben hatte. Lediglich Zdeněk Wertheim, der der IDS bereits durch seine Teilnahme an der European Drifting Championship bekannt ist, konnte mit 89 Punkten noch den Anschluss an die drei besten Fahrer finden und empfahl sich mit Abstand für den Kreis der Favoriten.

Ein weiterer sehr interessanter Programmpunkt war mit der Durchführung der 38. Bohamia Rallye geboten. Über 150 Fahrzeuge verwandelten das Autodrom in eine Rallye-Strecke und fuhren dann ihre Wertungsprüfung.

Für die Drifter war das eine sehr interessante Abwechslung, jedoch konnten die eher spärlichen Drifts der Rallye die Profidrifter der CDS/IDS nicht gerade begeistern.

Am Sonntag waren sodann die Finals beider Klassen angesagt. Leider hatte sich Regen eingestellt, der den gesamten Sonntag auch nicht mehr aufhören sollte. Somit war das morgendliche Training für alle Fahrer nochmal eine gute Gelegenheit, sich und die Driftautos auf die neuen Gegebenheiten einzustellen.

Gerade für die IDS-Streetfahrer würde die neue Erfahrung, einen TwinBattle zu fahren sicherlich sehr spannend und aufregend werden, da in der IDS sonst kein TwinBattle gefahren werden.

Unglücklicherweise trafen Hans-Jürgen Reiss und Markus Müller ausgerechnet im Halbfinale aufeinander, so dass nur ein IDS Fahrer als erstes ins Finale einziehen konnte. Mit schon fast PRO-ähnlichen und perfekten TwinBattle Drifts unterstrichen beide ihr fahrerisches Können, wobei sich Markus am Ende durch einen Dreher von Hans-Jürgen durchsetzte und ins Finale einzog. Hans-Jürgen durfte im kleinen Finale gegen Stanislav Rydlo um Platz 3 kämpfen, musste jedoch den Tschechischen Kollegen nach knapper Entscheidung passieren lassen und durfte sich somit mit Platz 4 begnügen.

Stanislav zog zuvor gegen Dimitri Lust (IDS) den Kürzeren und somit stand das erste Street TwinBattle Finale komplett unter IDS-Flagge. Markus Müller ließ sich jedoch nicht beirren und unterstrich mit einer 12:8 Wertung seine Qualifikationsleistung und verwies Dimitri auf den 2. Platz, während er sich bei der nachfolgenden Siegerehrung über Platz 1 entsprechend freuen durfte.

Die PRO Klasse wurde im Top32 Battle ausgefahren, somit hatte jeder Fahrer nochmal die Möglichkeit, sein Qualifikationsergebnis zu verbessern. Jedoch sollten sich die Favoriten aus dem Qualifying durchsetzen und bis ins Finale vorkämpfen können. Allein Alain Thomet (IDS), Team Speed-Industries, CH, der sich nur als 18. qualifizieren konnte, hatte sich bis ins Halbfinale zu den ersten Favoriten dazu gesellt.

Nachdem Zdenek Wertheim (CDS) sich gegen den Bestqualifizierten Michael Scherr geschlagen geben musst, war klar, dass auch das PRO-Finale ein reines IDS-Finale werden würde.

Mit der Paarung Patrick Ritzmann und Alain Thomet (beide IDS) sollte es nochmal richtig spannend werden, denn es war nicht sicher, ob die technischen Probleme des Uniroyal-Driftboliden sich bis zum Finale im Zaum halten ließen und mit Alain Patrick einen sehr starken und hartnäckigen TwinBattle-Wettbewerbe hatte. Alain musste sich jedoch auch aufgrund von Kupplungsproblemen geschlagen geben.

Somit stand das Finale fest: Michael Scherr, D : Patrick Ritzmann, D (beide IDS). Leider bekamen die vielen angereisten Zuschauer das Finale nicht mehr zu sehen, da sich Patrick Ritzmann aufgrund eines technischen Problems gleich nach dem ersten Lauf geschlagen geben musste. Aus seinem Driftboliden war keine Leistung mehr abzurufen und bereits im ersten Lauf, musste der Drift mehrmals abgebrochen werden, so dass Michael bereits mit 10 Punkten aus der Paarung hervor ging. Um nicht noch mehr Schaden am Fahrzeug anzurichten, verzichtete Patrick auf den 2. Lauf und Michael ließ sich zusammen mit Patrick für seinen ersten Sieg bei einem PRO-Lauf von den Zuschauern entsprechend feiern.

Die anschließende Siegerehrung sollte somit für alle Beteiligte äußerst nass und daher mit Sekt begossen werden. So mussten neben den Organisatoren auch Teamkollegen, Manager, Verwandte und Freunde der Fahrer dran glauben und den Sekt eher äußerlich als wie sonst üblich genießen.

Die Fahrer freute es und durch den einsetzenden Regen konnte der Sekt so dann auf der Kleidung entsprechend verdünnt werden.

Ebenso erfreut waren die Organisatoren der CDS und IDS, denen mit diesem Auftaktrennen ein wirklich sehr erfolgreiches Event gelungen ist. Der Dank gilt vor allem Aleš Síla, dem Manager der Tschechischen Drift Serien, der mit seiner Mannschaft eine wirklich sehr gelungene Veranstaltung gezaubert und somit die Latte für den Gegenbesuch in 4 Wochen am Eurospeedway Lausitz (29.-31. Juli 2011) für die IDS entsprechend hoch gesetzt hat.

Die IDS freut sich über die sehr gelungene Premiere und über die überaus erfolgreiche Kooperation mit der CDS und hofft auf eine spannende gemeinsame Zukunft im Driftsport.

Mit dem ersten Auslandseinsatz kommt auch die neue Zusatzpunkteregelung zum Einsatz, womit das Gesamtklassement nun ein wenig neu geordnet wurde und Michael Scherr nun zusammen mit Philippe Guilliod aus der Schweiz die Rangliste anführt.

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