Hockenheimring DriftDays 2013

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Petrus muss ein Driftsportfan sein, anders war dieses Wetter am Wochenende nicht zu erklären. Pünktlich zum Start der Driftdays 2013 der IDS zeige sich das Wetter von seiner Sonnenseite. Dies freute nicht nur den Organisator dieser Veranstaltung Dr. Jörg Söhner sondern auch die 40 Fahrer die den Weg zum Hockenheimring gefunden hatten, um dort ihrer Leidenschaft nach zu gehen, dem Driften. Neben Alutec startete die IDS mit einem weiteren Partner, Hankook, in die Saison 2013. An diesen zwei Tagen standen am Hockenheimring alle Zeichen auf Qualm, Motorensound und Querbeschleunigung, und davon gab es reichlich zu sehen. Jeder kam auf seine Kosten, Zuschauer, Fahrer und Sponsoren.

Der Samstag startet noch mit den letzten Überresten des regnerischen Vortages, und die ersten Trainingsläufe fanden noch auf befeuchteter Fahrbahn statt. Doch spätestens nach den ersten Durchläufen stieg der Rauchpegel an den Hinterachsen der Driftboliden. Ab diesem Zeitpunkt war auch den letzten der zahlreichen Zuschauer klar, hier geht es um Driftsport der Extraklasse.
Auch diese Jahr wurden die Driftteilnehmer in zwei Klassen eingeteilt, die Street-Klasse und die Pro-Klasse. Die Fahrer nutzen ausgiebig diese Trainingsmöglichkeit und hatten sichtlich Spaß an der Veranstaltung, was sich sofort  positiv auf die Stimmung im Publikum auswirkte. Auf der Strecke und um den Kurs nahmen die Fotografen ihre Plätze ein, um auch wirklich jeden schönen Moment und jede Drifteinlage bis ins Kleinste festzuhalten. Von diesen Drifteinlagen sollte es auch genug geben, bei Namen wie Markus Militzer, Rene Portz, Patrik Ritzmann oder Oliver Harsch durfte man dies auch erwarten oder sogar verlangen. Niemand hat der Fahrer hatte die Winterpause ungenutzt gelassen, und die Modifikationen und neuen Sponsoren wurden offen zur Schau gestellt. Auch zur Streetklasse gesellten sich Neueinsteiger, welche den Weg in den Driftsport gefunden hatten. Der Samstag verlief ohne große Schäden, selbst der erste Walltap des Events von Ronny Thimmig hinterließ, außer einem breiten Grinsen und Jubel beim Publikum, keine bleibenden Schäden. Punkt 18 Uhr wurde die letzte Runde für diesen Tag von Jörg Söhner eingeleitet und der Kurs geschlossen. Es wurde nun Zeit, einen der wichtigsten Punkte abzuarbeiten, das Briefing der Jury.

Im Sachshaus versammelten sich das komplette Fahrerfeld, um sich mit den Bewertungskriterien der Strecke und allgemeine Informationen vom Organisator anzueignen. Die internationalen Juroren aus Polen und Litauen stellten die Clippingpoints und die Art und Weise des Drifts vor und erklärten auf welche Punkte sie Wert legen. „Ein schneller Drift nah an den Clippingpoints und ein schneller Wechsel im Drift“ sollte im Vordergrund stehen. Dank der Übersetzungskunst von Jörg Söhner blieben, auch bei englischem Briefing, keine Fragen offen.

Der Sonntag startete, beim super organisierten Event, pünktlich um 9 Uhr. Die ersten Sonnenstrahlen tasteten sich gerade an die Rennstrecke heran, da donnerte auch der erste Driftbolide mit Vollgas in Richtung Rennstrecke. Ein Zug an der Flyoff-Handbremse und der erste Drift für diesen Tag wurde mit lautem Quietschen eingeleitet. Das Fahrerlager an der Mercedes Benz  Tribüne  füllte sich zunehmend mit Zuschauern und diese nahmen ihre Postion an der Mauer ein. Näher konnte man einem Driftevent nicht kommen, jeder der nach diesem Tag noch ein Bad nahm, konnte die Überreste von Autoreifen bewundern, die man nach solch einer Veranstaltung mit nach Hause nehmen durfte.

Unser Moderator Billy Hilpert heizte den Zuschauern ordentlich ein, und strapatzierte sein Stimme in Grenzbreiche, welche genau zum Driften passen. Die Qualifikation der Pro-Klasse konnte beginnen. Jeder Fahrer durfte sich in 3 Läufen behaupten und wurde durch die Jury bewertet. Nach den Wertungsläufen war eins klar, Oliver Harsch war Topfavorit, mit 92 von 100 möglichen Punken setze er sich an die Spitze. Und das zu Recht, seine Fahrt hielt niemanden mehr auf dem Platz. Dichter konnte man fast nicht mehr an die Mauer fahren und trotzdem den Cippingpoint im inneren der Kurve so dicht nehmen. Ein der spektakulärsten Fahrten die uns hier gezeigt wurde. Aber auch bei Fahrern wie Joe Hountondji von den DriftBrohters, oder bei Dimitri Lust konnte man erahnen, dass sie diese Saison sehr ernst nahmen. Sie reihten sich hinter Rene Portz und Markus Militzer auf Platz 4 und 5 ein.

Nach der Qualifikation konnte man deutlich sehen, hier schenkt sich niemand Etwas. Aus Sicht der Punkte lagen alle knapp beieinander. Niemand fiel unter die 70 Punkte Marke, welche von Denise Ritzmann und Christoph Krämer gesetzt wurde, und sich definitiv nicht nach Schlusslicht anfühlte, denn diese Läufe waren ebenso sehenswert wie jeder andere auch. Vor Ihnen reihte sich Hans Jürgen Reiss, mit gewohntem abgeklärtem Driftstil, ein. Zwischen den genannten Fahrern fügten sich Philip Jäger, Ralf Spanehl, Dimitios Patzazis, Ronny Thimmig und Laurent Cousin ein. Patrick Ritzmann fuhr mit seinem Leihfahrzeug, ein BMW E30 der Driftschule.de, auf Platz 8.

Nach der Qualifikation stand die Street-Klasse im Mittelpunkt der Veranstaltung. Nach je 3 Wertungsläufen stand der Tagessieger fest. Jörg Stoll sollte den Platz 1 für sich behaupten. Doch mit Platz 2 für Eli Hountondji konnte man erahnen, dass die DriftBrothers außer Gummi, dieses Jahr nichts anbrennen lassen wollten. Der 3. Platz belegte Ralf Höfler, gerade mal ein halber Punkt trennte ihn vom viertplatzierten Roland Redl. Und genau in diesem Faktor ging es die Plätze hinab. Man erkannte nicht nur an den Punkten, sondern auch an den Läufen wie dicht die Fahrer hier zusammen lagen.
Nach erfolgreichem Absolvieren der Street-Klasse, konnten die Twinbattles der Profi-Klasse beginnen und uns wurden einige spektakuläre und nervenaufreibende Battles gezeigt. Nach den ersten Läufen standen die Paarungen fürs Viertelfinale fest. Oliver Harsch fuhr gegen Patrick Ritzmann, Dimitri Lust gegen Joe Hountondji, Markus Militzer durfte gegen Laurent Cousin heran, und Ronny Thimmig durfte sich mit Rene Portz duellieren. Ein minimaler Fehler an der letzten Wall sollte Oliver Harsch zu Verhängnis werden und kostet ihn leider das Weiterkommen in die nächste Runde. Im Halbfinale setzte sich Joe Hountondji gegen Patrik Ritzmann durch und stand somit im Finale gegen Markus Miltizer, welcher sich gegen Rene Portz behaupten konnte. Das Finale konnte beginnen. Hier ging es nur noch um Nervenstärke, denn diese zwei Fahrer standen sich in Nichts nach. Ein Dreher im letzen Wertungslauf von Joe, besiegelte den Gesamtsieg von Markus Militzer. Damit sicherte sich Markus wichtige Punkte für die IDS-Gesamtwertung. Der Kampf um Platz 3 sollte genau so spektakulär werden wie das Finale. Der Platz 3 ging an Patrick Ritzmann. Wie sehr hier am Limit gefahren wurde zeigte uns Rene Portz in diesem kleinen Finale, als er nach einem minimalen Lenkfehler beim Umsetzen, rückwärts in die Wall einparkte und den Lauf abbrechen musste.

Auch wenn die Endplatzierungen eindeutig sind, waren alle Fahrer ein absoluter Blickfang für das Publikum und alle Driftsportfans. Nach der Siegerehrung die welche von  Oksana Gend unterstützt wurde war eins sicher, es war ein erfolgreicher Auftakt in die Driftsaison 2013. Wir möchten uns noch mal in aller Form bei den Partnern und Sponsoren Alutec, Hankook, den Fahrern und Helfern bedanken, welche uns ihr Vertrauen schenken. Aber auch ein riesen Dank an alle Zuschauer die den Weg nach Hockenheim gefunden haben, und für ordentlich Stimmung gesorgt haben!

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