Besucher- und Teilnehmerrekord bei IDS Hockenheimring DriftDays

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IDS PRO-Saison am 14./15. Mai 2011 mit spektakulären Drifts eröffnet

Mit einer überragenden Teilnehmerzahl in der Street als auch Pro Klasse kündigte sich für die IDS ein spannendes Event am Hockenheimring an. Insgesamt waren 56 Fahrer gemeldet und weitere Meldungen mussten leider abgelehnt werden.

Nach dem obligatorischen morgendlichen Briefing am ersten Trainingstag, indem die Fahrer auf die Streckeneigenschaften, den Tagesablauf und auch auf allgemeine sicherheitstechnische Gegebenheiten hingewiesen wurden, ging es erstmals in Gruppen aufgeteilt auf die wiederum sehr schnelle und attraktive Driftstrecke im Hockenheimer Fahrerlager. Bereits am frühen Morgen waren zahlreiche Zuschauer vor Ort, die die Drifter anfeuerten und begeistert ihr Können bestaunten. Sie staunten ebenso wie die Fahrer auch nicht schlecht über die neu installierte Driftmauer, die gerade für die PRO-Fahrer zur Erzielung der Maximalpunktzahl eine ganz besondere Rolle spielen sollte.

Die PRO-Serie entwickelt sich immer mehr zum Teamsport. So waren einige Drift-Teams vor Ort, so z.B. das Alutec-Nissan Team mit Harald Müller und Michael Scherr, die gerade durch den vor kurzem ausgestrahlten GRIP-Beitrag auf RTL II auf sich aufmerksam machten.

Das ebenfalls von Alutec und Livestrip unterstütze Team rund um Alex Gräff haben ebenso wie die beiden schweizerischen Teams, Speed-Industries und Driftteam Switzerland das Fahrerlager in ein Sammelsurium von Motorhomes verwandelt.

Gymkhana King Oliver Harsch und Uniroyal Werksfahrer, Patrick Ritzmann komplettierten das sehr repräsentative Fahrerlager

Mit 31 Startern in der Street-Klasse war das absolute Maximum erreicht. Umso höher ist die Leistung der ersten drei Platzierten einzuschätzen, die sich durch das große Starterfeld an die Spitze vorkämpfen konnten. Nach einem ausgiebigen sonnigen Trainingstag am vorherigen Samstag war das Wetterglück diesmal auf der Street-Seite, so dass alle Wertungsläufe am Sonntag im trockenen durchfahren werden konnten.

Am besten gelang dies diesmal dem sehr sympathischen, weil enthusiastischen Drifter Ronny Thimmig, der an seine bestechende Leistung vom Ende der letzten Saison anknüpfen konnte und sich so Platz 1 sowohl in der Tageswertung als auch nun in der aktuellen Gesamtwertung sichern konnte. Platz 2 belegte Dominic La Roche, der nun die Verfolgung in der Gesamtwertung aufnimmt, da er beim ersten Streetlauf noch ein wenig vom Pannenteufel verfolgt wurde. Markus Müller unterstrich auch beim 2. Streetlauf seine Fähigkeiten und fahrerische Klasse, in dem er sich den 3. Platz sicherte. Er belegt nun Platz 2 in der Gesamtwertung und reiht sich somit in den Kreis der Favoriten ein.

Bevor die Finals der PRO-Fahrer über die Platzierungen entscheiden würden, bekamen die Zuschauer noch einen optischen Leckerbissen präsentiert. Die RC-Drifter hatten sich mit 19 Teilnehmern angekündigt und präsentierten Ihr handwerkliches Geschick nicht nur mit Nachbauten aktueller Driftboliden, sondern auch noch Ihre Fingerfertigkeit im Steuern dergleichen.

Angetrieben mit einem leistungsstarken Elektromotor auf allen vier Rädern und unterstützt mit entsprechenden Driftmodellreifen aus Hartplastik konnten die RC-Drifter größere Driftwinkel realisieren als Ihre großen Kollegen auf der Rennstrecke. Leider mussten sie teilweise Ihre Kunst aufgrund der nassen Wetterverhältnisse unterbrechen, um nicht einen Elektronikschaden zu erleiden.

Schaden in anderer Art und Weise haben die Wetterkapriolen während des Qualifyings der PRO-Fahrer verursacht. Durch wechselnde Wetter- und Streckenbedingungen hervorgerufen durch Trockenphasen und sinnflutartigen Regenergüssen wurde das letztendliche Qualifyingergebnis ziemlich durcheinander gebracht, so dass es einige positive aber auch negative Überraschungen zu verzeichnen gab. War das Samstagstraining mit Sonne gesegnet, so dass sogar Driftmanöver mit vier, fünf und mehr Driftern gleichzeitig ermöglicht wurden, so mussten sich alle Drifter nun im Qualifying innerhalb kürzester Zeit auf wechselnde Bedingungen einstellen.

Jedoch rechtzeitig zum Finale hatte der Wettergott wieder mit den Driftern ein Einsehen und hat den inzwischen noch zahlreicheren Zuschauern bestes Driftwetter geschenkt. In absolut nervenaufreibenden und spannenden TwinBattles, die sich im Zentimeterbereich vor der Driftwall abspielten, zeigten alle Fahrer absolute Driftkunst und brachten die ohnehin schon begeisterten Zuschauer zu wahren Applaus- und Anfeuerungschören. Unterstützt von den vielen mit angereisten Fans aus der Schweiz wurden vor allem die schweizerischen Drifter zu wahren Höchstleistungen angetrieben. So war nur noch Markus Militzer, D in der Lage, einen Dreifachsieg der Schweizer zu verhindern. Nachdem er Andrew Hirschy in seinem vorletzten Battle ziehen lassen musste, konnte er sich zumindest noch gegen Florian Zimmermann erwehren und belegte somit den dritten Platz.

Im Finale standen sich Andrew Hirschy, (Team “Speed-Industries”) und Philippe Guillod alias DirtdropPhil (Team “Drift Team Switzerland”) gegenüber. Philippe, der im vergangenen Jahr noch in der Street-Klasse startete hatte vermutlich das Wochenende seines Lebens. Zum ersten Mal als PRO in der IDS gestartet, das Qualifying als Erster beendet und nun sich bis ins Finale vorgekämpft war eine Leistung, die auch er kaum zu erklären wusste.

Und dann das Finale gegen Andrew Hirschy. Mit Spannung von allen Zuschauern und vor allem den schweizerischen Fanclubs erwartet, gab es leider bereits im ersten TwinBattle-Lauf eine Vorentscheidung, nachdem sich Andrew gedreht hatte und somit keine Punkte sammeln konnte. Somit musste Philippe nur noch die Nerven behalten und das Ding nach Hause fahren, was der abgebrühte und coole Schweizer auch ohne Probleme bewerkstelligen konnte und somit den für ihn noch nicht zu glaubenden 1. Platz eindriftete. Alle Sieger erhielten neben den Utensilien für die Sektdusche ebenso noch attraktive Preise von den Serienpartnern Meguin-Öl und raid HP.

Die Freude war bei allen Beteiligten sichtbar zu spüren. Bei den Organisatoren, die diese Rekordbeteiligung in Manier und zur Zufriedenheit aller Beteiligten umsetzen konnte, die Fahrer, die Driftkunst auf höchstem europäischen Niveau präsentierten und die vielen angereisten Zuschauer, die in Hockenheim nun ein weiteres sehr spektakuläres Driftevent erleben durften und welches sich wohl in der Veranstaltungskalender in Hockenheim etablieren könnte.

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